Grünes Licht für Ihren Netzanschluss

Anlagenzertifikat Typ B: Vereinfachtes Verfahren für Mittelspannungsanschlüsse

Für Erzeugungsanlagen mit einer Anschlussleistung zwischen 270 kW und 950 kW gilt nach VDE-AR-N 4110 das Anlagenzertifikat Typ B. Vor allem Photovoltaik-Anlagen fallen in diesen Leistungsbereich.

Das Anlagenzertifikat Typ B bestätigt die netzkonforme Elektroplanung einer Erzeugungsanlage (EZA) inklusive aller Erzeugungseinheiten (EZE) und Komponenten. Nicht nur der zuständige Netzbetreiber ist damit auf der sicheren Seite.
Von der Planung über den Bau bis zum Anschluss und Betrieb einer EZA garantiert das Anlagenzertifikat den langfristigen Netzanschluss und den Betreibern die gewünschte Vergütung

Beschleunigtes Verfahren für den schnellen Netzanschluss

Von diesem Anlagenzertifikat profitieren besonders kleinere und mittlere Unternehmen. Für sie bedeutet das vereinfachte Prüfverfahren vor allem eines: weniger Bürokratie, überschaubare Kosten, schnelle Inbetriebnahme.

Neu: Unterhalb der Schwellenwerte ≤ 500 kW installierte Leistung und ≤ 270 kW Einspeiseleistung greift die NELEV-Regelung – hier ist kein Anlagenzertifikat mehr erforderlich, sondern ein vereinfachter Nachweis über Einheiten- und Komponentenzertifikate.

Das MKH Greenergy Cert GmbH-Team steht Ihnen gern bei allen Fragen zur Verfügung.

+49 40 880 991 820
buero@ge-cert.de

Was ist das Anlagenzertifikat Typ B?

Es bestätigt die netzkonforme Elektroplanung Ihrer Erzeugungsanlage (EZA) inklusive aller Erzeugungseinheiten (EZE) und Komponenten.
Von der Planung über den Bau bis zum Anschluss und Betrieb garantiert das Zertifikat den langfristigen Netzanschluss und die gewünschte Vergütung.

Anlagenzertifikat Typ B: Vorteile auf einen Blick

  • Vereinfachtes Verfahren: Nur wesentliche Anforderungen werden geprüft. Prüfungen zu Netzrückwirkungen oder dynamischem Verhalten entfallen.
  • Geringere Kosten: Weniger Prüfungen und Dokumentationen reduzieren den Aufwand.
  • Beschleunigte Inbetriebnahme: Bis 31.12.2025 kann das Zertifikat auch vorläufig ausgestellt werden.
  • Flexible Nachreichung: Fehlende Dokumente können innerhalb von 18 Monaten ergänzt werden.

Effiziente und sichere Zertifizierung mit MKH

Nehmen Sie direkt zu Beginn der Planungsphase Kontakt zu einem akkreditierten Zertifizierer auf. Mit unserer eigens entwickelten CertApp führen wir Sie sicher zum Anlagenzertifikat Typ B – unkompliziert, schnell und maximal transparent bis zur Inbetriebnahme Ihrer EZA.

FAQ: meist gestellte Fragen und Antworten

Welche Dokumente sind für das Anlagenzertifikat Typ B notwendig?

Für das vereinfachte Verfahren nach VDE-AR-N 4110 benötigen Sie:

  • Datenblatt mit technischen Daten der Erzeugungsanlage bzw. des Speichersystems (Vordruck E.8)
  • Einphasiger Übersichtsschaltplan der EZA
  • Netzrückwirkungen der Verbrauchsanlagen bei Mischanlagen (Vordruck E.2)
  • Deckblätter der Einheiten- und Komponentenzertifikate (Vordrucke E.13, E.14)
  • Schutz- und Regelungskonzept sowie Kommunikationsplan
  • Technische Daten der Bestands-EZE
  • Vom Netzbetreiber auszufüllen: Netzbetreiberfragebogen (Vordruck E.9)
  • Lageplan

Wie läuft die Anlagenzertifizierung Typ B praktisch ab?

Der Nachweis, dass die geplante Anlage den notwendigen Netzanschlussregeln entspricht, erfolgt allein auf Basis von Dokumenten. Für die Erteilung des Anlagenzertifikats Typ B sind dies einerseits die Elektroplanung der Erzeugungsanlage (EZA) und andererseits die Typenzertifikate aller Einheiten und Komponenten. Mittels statistischer und dynamischer Simulationen berechnet die Zertifizierungsstelle auf dieser Grundlage, ob alles in Ordnung ist. Fällt der Prüfbericht positiv aus, wird das Anlagenzertifikat Typ B erteilt. Der Antragsteller kann es beim Netzbetreiber einreichen und bestätigt damit: Technisch wurde die EZA richtlinienkonform geplant und kann den erzeugten Strom einspeisen.

Mit unserer CertApp behalten Sie alle Schritte und Fristen in Echtzeit im Blick.

Welche Fristen gelten bei der Anlagenzertifizierung Typ B?

Das Zertifikat Typ B muss vorliegen, bevor die Erzeugungseinheiten ans Netz gehen.
Empfehlung: Beauftragen Sie die Zertifizierung mehrere Monate vor der geplanten Inbetriebnahme

Wie lange bleibt das Anlagenzertifikat Typ B gültig?

Das Anlagenzertifikat Typ B ist der erste Schritt zur Inbetriebnahme einer dezentralen Erzeugungsanlage mit bis zu 950 kW. Es gilt bis zu 18 Monate und muss dann von der Konformitätserklärung abgelöst werden. Sie ist der endgültige Nachweis, dass die Anlage allen Anforderungen entspricht.

Welche Schritte folgen nach Erteilung des Anlagenzertifikat Typ B?

Das Anlagenzertifikat weist nach, dass die Elektroplanung der Erzeugungsanlage (EZA) richtlinien- und netzkonform ist. Daran anschließend fordern Netzbetreiber die sogenannte Konformitätserklärung. Diese muss spätestens 18 Monate nach Erteilung des Anlagenzertifikats Typ B vorliegen und gehört ebenfalls zum Leistungskatalog von MKH Greenergy Cert GmbH.

Was passiert, wenn Auflagen nicht erfüllt werden?

Liegt die Konformitätserklärung nach 18 Monaten nicht vor, kann der Netzbetreiber die Anlage vom Netz nehmen.
Tipp: Um dieses Risiko zu minimieren, empfiehlt es sich, fehlende Unterlagen bereits innerhalb von zwölf Monaten nach Inbetriebnahme einzureichen.